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Coronavirus-Crash: Die 5 Phasen eines Börsen-Crash

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Das Coronavirus hat laut Angaben der WHO nun den Status einer Pandemie erreicht und schickte die Börsen weltweit nach unten. Teilweise panikartige Verkäufe an den Börsen waren zu erkennen und vielerorts machten die Menschen Hamsterkäufe. Es herrscht verbreitete Angst und Angst ist gewissermaßen eine Grundvoraussetzung für einen Crash. In diesem Artikel werden wir die 5 Phasen eines Börsen-Crash analysieren und ableiten, wie man sein Investment an der Börse schützen kann.

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Das Coronavirus lässt die Börsen weltweit fallen:

Lange Zeit hat die Welt, und vor allem die Börse, das Coronavirus nur für ein lokales, chinesisches Problem gehalten. Doch in den letzten Wochen hat sich das Coronavirus massiv weltweit ausgebreitet und ein Ende der Ausbreitung ist vorerst nicht in Sicht. Die WHO stuft das Virus nun offiziell als Pandemie ein und das bedeutet weitreichende folgen für Mensch und Wirtschaft – und damit auch für die Aktien!

DAX, Dow Jones und viele Indizes weltweit mussten herbe zwei-stellige Verluste hinnehmen und das allein in den letzten Wochen. Das Ausmaß und vor allem die Geschwindigkeit des Abverkaufs an den Börsen ist beachtlich, bedenklich und beängstigend zugleich. Der Markt reagiert auf die Risiken, die momentan bestehen und preist diese ein. Und es gibt viele Risiken, die im Markt vorherrschen, abgesehen von den gesundheitlichen!

An den meisten Orten werden Großveranstaltungen abgesagt. Flüge werden gestrichen, Schulen bleiben geschlossen und Firmen haben große Umsatzeinbußen. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit auch auf die Börse sind weitreichend und könnten durchaus verheerende Ausmaße erreichen. Klar weiß man nicht, wie lange und wie schlimm diese Auswirkungen werden und darum soll es auch nicht gehen. Was viel mehr eine Rolle für die Aktienmärkte spielt, ist das Risiko!

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Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Risiken für die Börse:

Aktuell bestehen kurzfristige, mittelfristige und langfristige Risiken für die Börsen. Wobei kurzfristig sich auf die nächsten 2 bis 3 Wochen bis Mitte April bezieht, mittelfristig auf die nächsten 12 Monate und langfristig auf die nächsten 12-24 Monate. Dabei ist die Psychologie der Menschen und der Massen aktuell das entscheidende, was die Märkte bewegt. Die Psychologie zu verstehen, kann einen erheblichen Vorteil für das eigene Portfolio-Management mit sich bringen. Im Verlauf dieses Artikels werden wir darauf näher eingehen.

Kurzfristig besteht die Gefahr, dass die aktuelle Panik an den Märkten weiter anhält. Das würde bedeuten, dass wir auch in naher Zukunft noch Kursverluste und eine sehr volatile Phase erleben werden. Bei den Menschen herrscht momentan die pure Angst vor. Das äußert sich in den starken täglichen Kursverlusten, die wir zeitweise sehen können, wenn die Indizes an einem Tag -10% oder mehr verlieren. Die Menschen haben teilweise Todesangst – so scheint es zumindest, wenn man sich die Börse anschaut. Ausgelöst wird diese Angst durch die rasche Ausbreitung des Virus. Diese Panik wird aber nicht ewig dableiben, sondern die Menschen werden sich nach einer gewissen Zweit daran gewöhnen und sich in gewisser Weise damit arrangieren.

Abgesehen von der kurzfristigen Panik haben die ergriffenen Maßnahmen erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Wenn Quarantänen verhängt werden, Betriebe schließen müssen und die Leute nicht mehr konsumieren, dann sieht es für das Wirtschaftswachstum zappenduster aus. Die mittelfristige Gefahr für die Wirtschaft besteht in einer Rezession. Eine Rezession würde für die Aktienmärkte weiteres Verlustpotential bedeuten. Manche Experten sind der Meinung, dass uns auf jeden Fall eine Rezession bevorsteht. Wie lange sie andauert und wie schlimm sie wird, dass ist schwierig abzuschätzen und hängt auch stark vom Gegensteuern der Regierungen weltweit ab.

Das langfristige Risiko ist ein etwas spekulatives Risiko, nämlich das Risiko einer neuen Finanzkrise, wie wir sie 2007 und 2008 erlebt haben. Die Frage ist nur, was wird der Auslöser für diese erneute Finanzkrise sein? Das ist schwer zu sagen, aber ein möglicher Auslöser könnte die Unternehmensverschuldung sein, die vor allem in den USA teilweise sehr hoch ist. Diese Firmen werden auch als Zombiefirmen betitelt und können nur durch Kredite überleben.

Die Zombieunternehmen konnten bisher aufgrund der Niedrigzinspolitik der Notenbanken, allen voran die EZB, überleben, da die Kosten (Zinsen) für einen Kredit sehr niedrig waren. Da nun Angst im Markt umgeht, steigen diese Kapitalkosten für die Kredite und die Zombieunternehmen geraten in Schwierigkeiten. Das erkennt man daran, dass die „Credit Default Swaps“, also Derivate die das Ausfallrisiko für Kredite beziffern, in die Höhe geschossen sind. Sollten diese Kapitalkosten irgendwann zu hoch werden, sodass die Zombieunternehmen Pleite gehen, könnte das eine große Gefahr für den Finanzmarkt darstellen. Eine Pleitewelle und somit ein weit verbreiteter Ausfall von Krediten könnte die Banken, ähnlich wie in 2007, ins wanken bringen und so eine neue Finanzkrise auslösen.

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So weit muss es aber nicht kommen und es ist wie bereits erwähnt, eine Theorie, wie es kommen könnte. Man sollte es dennoch im Hinterkopf behalten, denn nur so kann man frühzeitig die Signale und Anzeichen erkennen und dementsprechend reagieren. Denn auch so eine Finanzkrise findet nicht von heute auf morgen statt, sondern gibt Anzeichen, auf die man reagieren und sich so schützen kann.

Die 5 Phasen eines Börsen-Crash verstehen und dein Geld schützen!

5 phasen crash

Quelle: Tradingview*

Das Bild zeigt den Kursverlauf zu Zeiten des Börsen-Crash von 1929. Klar, kann man diesen Crash nicht 1-zu-1 auf die aktuellen Situationen ummünzen, aber der grobe Verlauf eines solchen Crash ist doch mehr oder weniger ähnlich. Denn solch ein Crash verläuft in Phasen und diese Phasen sind gleich, weil die Märkte in solchen Phasen besonders stark von der Psyche der Menschen getrieben ist. Und die Psyche in Angstsituationen ist immer gleich und ändert sich nicht. Im Folgenden werden wir nun auf die 5 Phasen eingehen und erläutern.

Phase 1: Die ersten Warnzeichen erkennen

Die erste Phase ist der Beginn der Krise und birgt bereits einige Anzeichen auf den kommenden Crash. Im Fall von Corona lässt sich das bis auf den 19. Februar 2020 beziffern. Seit Beginn des Jahres 2020 hat sich das Coronavirus in China stark ausgebreitet. Weltweite Infektionen waren so gut wie nicht vorhanden. Die Märkte dachten zu dieser Zeit, dass es sich nur um ein lokales Problem in China handelt und dass es trotz kurzfristiger Quarantänen bald wieder zur Normalität kommen sollte.

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Anfang Februar gab es auch dann vereinzelt Fälle des Coronavirus in Italien und das war der Zeitpunkt, wo fortan das Virus seine weltweite Ausbreitung gestartet hat. Die Aktienmärkte gingen aber dennoch noch nicht nach unten, sondern das geschah erst am 20. Februar 2020, nämlich als die Zahl der Infizierten in Italien begonnen hat drastisch zu steigen. Man sieht also, man durchaus 3 Wochen Zeit gehabt, von Beginn der ersten Infektionen in Italien an, sein Kapital in Sicherheit zu bringen und zumindest schon Mal einen Teil der Aktien zu verkaufen. Institutionelle Anleger (Smart Money), also Banken und große Fonds, verkaufen hier bereits ein Großteil ihrer Investments in Antizipation auf den bevorstehenden Crash.

Phase 2: Die allgemeine Panik an den Märkten

Phase 2 beginnt ab dem 20. Februar 2020, also am Zeitpunkt, an dem die Welt realisiert hat, dass es sich doch womöglich um eine Pandemie handelt. Von diesem Zeitpunkt an sind die Anzahl der Infektionen täglich erheblich gestiegen und haben somit die Phase der allgemeinen Panik an den Börsen ausgelöst. Die Folge waren starke Kursverluste innerhalb kurzer Zeit. Wie lange diese Phase andauert und wie heftig sie wird, dass vermag keiner mit Gewissheit zu sagen. 1929 betrug der Kursverlust in dieser Phase 50% bevor sich Phase 3 anschloss. Diese Phase hält so lange an, bis sich die Menschen mit der Bedrohung arrangiert haben und sich darauf eingestellt haben – auch mental!

Phase 3: Die kurzfristige Erholung

Phase 3 ist eine allgemeine kurzfristige Erholung nach den herben Abverkäufen im Aktienmarkt. Im Fall vom Coronavirus dürfte das der Fall sein, wenn die Zahl der Neuinfektionen rückläufig ist, man ein Medikament gegen die Symptome gefunden hat oder die Regierungen weltweit einen geschlossenen Plan gegen den Virus und globale Wirtschaftshilfen beschlossen haben. Das sind nur Theorien, aber etwa in der Art und Weise kann es sich in den Medien äußern. Phase 3 kann das Ende des Crashs sein oder es schließt sich Phase 4 an.

Phase 4: Der langfristige Abschwung

Vorweg gesagt: Diese Phase des langfristigen Abschwungs muss nicht kommen! Es besteht zwar ein Risiko, dass hier noch weitere Kursstürze kommen, aber man darf die enormen Liquiditäts-Spritzen der Notenbanken nicht unterschätzen! Dieses Geld fließt auch in den Aktienmarkt und stützt die Kurse.

Die Phase 4 beinhaltet die oben bereits beschrieben, mittelfristigen und langfristigen Risiken und kann über mehrere Monate erstrecken. Diese Phase beinhaltet die Auswirkungen der Rezession und damit einhergehende weitere Kursverluste, die nicht so schnell und drastisch wie in Phase 2 sind, dafür aber langanhaltender. Ob es zu dieser Phase kommt und wie stark die Auswirkungen sein werden, hängt stark vom beherzten Gegensteuern der Regierungen, in Form von Konjunkturpaketen, ab. Während man in Phase 2 noch von einem Crash spricht, spricht man in Phase 4 eher von einem Bärenmarkt.

Die Frage ist nun: Was kann denn die Phase 4 auslösen? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich die Folgen der Corona-Krise anschauen. Im Prinzip sind das zwei Dinge, die problematisch sind und den langfristigen Abschwung auslösen können – die hohe Arbeitslosigkeit und die hohe Staatsverschuldung!

In den USA kann man diese beiden Probleme sehr gut erkennen. Innerhalb kürzester Zeit schießen die Arbeitslosenzahlen in ungeahnte Höhen. Innerhalb von wenigen Wochen meldeten sich über 20 Millionen Amerikanern arbeitslos. Das ist ein enormes Problem in zweierlei Hinsicht. Zum Einen ist die amerikanische Wirtschaft stark vom Konsum abhängig. Laut einer Studie der Deutschen Bank hängt 17 % des amerikansichen BIP von den US-Verbrauchern ab. Verlieren die Leute ihren Job, wird weniger konsumiert, die Leute konsumieren weniger, Unternehmen verdienen weniger – ein Teufelskreis. Zum Anderen ist die Verschuldung amerikanischer haushalte auf einem sehr hohen Niveau.

Die Verschuldung der US-Haushalte lag Ende 2019 bei mehr als 13 Billionen Dollar, bestehend aus Hypothekenkrediten, Autofinanzierungen, Kreditkarten-Schulden und Sonstiges. Fallen diese Kredite bedingt durch die Arbeitslosigkeit aus, kann das alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen und wir sehen eine Finanzkrise, wie wir sie 2008 gesehen haben.

Das zweite Problem, dass zur Phase 4 führen kann ist die hohe Staatsverschuldung. Das muss kurzfristig noch nicht zu einem Problem werden, aber man muss sich des Risikos und der Möglichkeit bewusst sein, dass es hier zu einer neuen Schuldenkrise kommen kann. Eine hohe Verschuldung führt zu einer schlechten Bonität. Das heißt weniger Kredite werden vergeben und das ist schlecht führt die Wirtschaft. Wie Kredite, Schulden, Einkommen und Wachstum in unserer Wirtschaft zusammenhängen, dass wird in diesem Video hervorragend erklärt:

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Phase 5: Kapitulation der breiten Masse

Diese Phase ist die letzte Phase eines Bärenmarkts. Die breite Masse der Anleger ist gebeutelt von starken Kursverlusten und ist ein Stück weit auch wütend. Hier findet dann die letzte Verkaufsphase der Anleger statt, bevor der Bärenmarkt zu Ende geht und sich ein neuer Bullenmarkt anschließt. Die Kapitulationsphase kann sich in 2 Formen vollziehen.

Die erste Form ist ein nochmaliger, starker und schneller Abverkauf an den Aktienmärkten, wo dann die letzten Anleger aufgeben und alles verkaufen. Einher geht dieser schnelle Kursverlauf mit einem sehr hohen Verkaufsvolumen. Man nennt dies auch die Preiskapitulation.

Eine andere Form der Kapitulation ist die Zeitkapitulation. Die Art der Kapitulation findet ohne den beschrieben starken und schnellen Abverkauf statt, sondern zeigt sich mehr in einer kontinuierlichen und fast schon „langweiligen“ Seitwärtsphase. Nach einer gewissen Zeit kapitulieren die Anleger, weil sie irgendwann die Hoffnung auf eine Erholung verlieren und deshalb ihre letzten Aktien verkaufen und mit der Geldanlage an der Börse abschließen. Doch genau in dieser Phase akkumulieren institutionelle Anleger und kaufen großangelegt ein, weil sie wissen, dass diese Phase nur der Beginn eines neuen Bullenmarkts ist!

Wann ist der beste Einstieg im Börsen-Crash?

Den perfekten Einstieg während eines Börsen-Crash gibt es nicht, das besagt schon eine alte Börsenweisheit. Ob sich die Phase 4 anschließt und wie weit der Markt fällt, mag niemand vorherzusagen. Fakt ist aber, dass solch ein Bärenmarkt im Vergleich zu Bullenmärkten sehr kurz ist. Während ein Bärenmarkt bis zu etwa 2 Jahre dauern kann, dauern Bullenmärkte über 5 Jahre oder länger an. Ein Bärenmarkt oder Crash ist gleichzeitig aber auch eine goldene Möglichkeit günstig in wertvolle Unternehmen zu investieren, zum Beispiel sogenannte Burggraben-Aktien.

Wer nun konkret den Einstieg wagen möchte mit dem Ziel einer langfristigen Geldanlage, für den bieten sich nun einmalige Gelegenheiten. Allerdings bestehen durch Rezession und mögliche Finanzkrise weitere Risiken, weshalb man am besten Stück für Stück investiert und nicht alles auf einmal. Nur weil eine Aktie 50% gefallen ist, ist sie nicht automatisch günstig. Sie kann durchaus auch nochmal 50% fallen, das muss jedem klar sein. Deshalb in Tranchen einsteigen. Wer Sparpläne regelmäßig ausführt, kann sich überlegen, diese auszuweiten, da man in Crash-Zeiten günstiger mehr Aktienanteile kaufen kann.

Besonders für Einsteiger ist ein Crash eine hervorragende Gelegenheit günstig in den Markt einzusteigen. Doch das Schwierige am Einstieg ist, gute und wertvolle Unternehmen zu finden. Viele wissen nicht, wie sie ihr Depot aufbauen sollen. Mit Hilfe der Depot-Pyramide wird verdeutlicht, wie ein Depot strukturiert sein sollte und eine langfristige Geldanlage erfolgreich zu gestalten.

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