Bitcoin vs. Ethereum – Ist Ethereum besser als Bitcoin?

Bitcoin vs. Ethereum – Ist Ethereum besser als Bitcoin?

Was ist Bitcoin? – einfach erklärt

Bitcoin wurde zuerst in einem Whitepaper von Satoshi Nakamoto im Jahr 2009 vorgestellt. Wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, ist bis heute trotz zahlreicher Spekulationen unbekannt. Die Idee basiert auf der Blockchain Technologie, einer dezentralen Datenbank. Beim Bitcoin handelt es sich um eine digitale Währung, eine sogenannten Kryptowährung, da die Transaktionen kryptografisch verschlüsselt sind.

Das Besondere an Bitcoin ist neben seiner völligen Dezentralität, dass er von keinem Staat und keiner Zentralbank reguliert wird. Guthaben und Zahlungen wickelt das dezentrale Netzwerk aus Computern (sogenannten Nodes) selbst ab, wobei die Speicherung der Transaktionen unwiederbringlich und transparent auf der Blockchain gespeichert sind.

Bitcoin ist die älteste und bis dato erfolgreichste Kryptowährung. Die derzeitige Marktkapitalisierung beträgt rund 609 Milliarden US-Dollar und gibt an, wie viel rechnerischer Gesamtwert von Bitcoin im Umlauf sind. Die maximale Anzahl der Coins ist auf 21 Millionen begrenzt, was Inflation verhindern soll und den Kurs aufgrund der limitierten Ressourcen stabilisieren oder besser gesagt nach oben treiben soll.

Was ist Ethereum? – einfach erklärt

Gleich nach Bitcoin steht an zweiter Stelle nach Marktkapitalisierung Ethereum. Auch bei Ethereum handelt es sich um eine Blockchain, auf der eine digitale Währung, der Ether, aufgesetzt ist. Die Marktkapitalisierung von Ethereum beträgt derzeit rund 227 Milliarden US-Dollar. Das Projekt wurde 2013 von Vitalik Buterin und einigen anderen Entwicklern vorgestellt.

Doch Ethereum sieht sich eher als Infrastruktur für die Entwicklung von dezentralen Apps, den dApps, sowie von Smart Contracts. Die Ethereum Blockchain dient vielen Anbietern als Plattform, auf der sich sogenannte Layer-2-Lösungen entwickeln lassen. Die Smart Contracts werden von Entwicklern individuell geschrieben bzw. programmiert und können unter anderem Governance-Funktionen enthalten oder für den Swap, den Tausch, von Coin-Paaren auf dezentralen Krypto-Börsen dienen.

Genauso wie beim Bitcoin wird bei Ethereum ein neuer Block durch das Mining erstellt. Doch bei Ethereum dauert diese Zeit nicht so lange, so dass sich wesentlich mehr Transaktionen in derselben Zeit abwickeln lassen. Außerdem ist Ethereum nicht auf eine Summe Coins begrenzt, sondern theoretisch unendlich verfügbar. Mit der nativen Währung von Ethereum, dem Ether (ETH), kann nicht in Geschäften bezahlt werden, er dient lediglich als digitale Währung innerhalb des Netzwerks von Ethereum.

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Was haben Ethereum und Bitcoin gemeinsam?

Wie bereits geschildert, sind beides Kryptowährungen und basieren auf der Blockchain. Als Distributed-Ledger-Technologie sind im Netzwerk voneinander unabhängige Rechner angeschlossen, die die Transaktionen prüfen und validieren. Erst danach werden sie auf der Blockchain gespeichert und sind nicht mehr änderbar.

Eine weitere Gemeinsamkeit liegt in der Verwendung als Anlageklasse. Die Coins sind längst nicht nur eine virtuelle Währung, sondern zum Spekulationsobjekt an zentralen und dezentralen Krypto-Börsen geworden. Die steigende Akzeptanz hat zu mehr Interesse für das Investieren in Kryptowährungen geführt. Auch Bitcoin CFD, also Differenzkontrakte stehen für interessierte Anleger zur Verfügung.

Außerdem haben sich neue Geschäftsmodelle entwickelt, die vor der Entwicklung von Bitcoin und Ethereum undenkbar waren. Dazu gehört der gesamte Bereich von DeFi, den dezentralen Finanzdienstleistungen.

Beide Kryptowährungen sind unabhängig von Dritten und damit weder staatlich reguliert, noch von Banken oder Finanzaufsichten kontrolliert. Sie benötigen auch keinen Mittelsmann, der die Transaktionen bestätigt oder validiert. Das alles erfolgt innerhalb des jeweiligen Netzwerks.

Noch verwenden beide Kryptowährungen den Proof-of-Work als Konsensmechanismus im Netzwerk. Ethereum hat jedoch unlängst damit begonnen, seine gesamte Infrastruktur auf den Proof-of-Stake Mechanismus umzustellen. ETH 2.0 heißt das Projekt und es soll bis zu 10 Jahre dauern, bis die Umstellung komplett erfolgt ist.

Gemeinsam ist beiden Protokollen, dass sie Open-Source sind und damit von der Gemeinschaft weiterentwickelt werden können.

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Welche Vorteile hat Ethereum?

Ethereum sieht seine Ausrichtung weniger bei der Bezahlung mit Coins, sondern versteht sich mehr als Plattform für die Entwicklung von dezentralen Apps. Die Infrastruktur erlaubt Smart Contracts, das sind digitale Verträge zwischen Parteien, die festgelegte Bedingungen enthalten und nach dem Wenn-dann-Prinzip funktionieren.

Die dezentrale Software von Ethereum bietet viel mehr Möglichkeiten als nur die Verwendung einer Kryptowährung. Mit der Programmierbarkeit können beispielsweise Initial Coin Offerings ICOs für das Crowdfunding von Start-ups durchgeführt werden. Von der Kapitalbeschaffung über einfache Anwendungen bis hin zu Lösungen für die Finanzindustrie bietet Ethereum ein breites Spektrum im digitalen Zeitalter und zeigt sich deutlich flexibler als der Bitcoin.

Das Ethereum-Ökosystem bildet inzwischen in einer Vielzahl von Anwendungen die technologische Basis. Die Einsatzmöglichkeiten sind riesig und lassen sich nach heutigem Wissen noch nicht vollständig erschließen, da das Potenzial der Blockchain noch nicht vollumfänglich bekannt ist.

Welche Vorteile hat Bitcoin?

Der Bitcoin ist die Mutter aller Kryptowährungen und dazu noch bis heute die erfolgreichste digitale Währung. Das bringt ihr eine besondere Stellung ein. Satoshi Nakamoto hat mit seiner revolutionären Idee die Welt nachhaltig verändert und viele Anhänger treu hinter sich. Als Alternative zu klassischen Finanzmitteln und außerhalb von Gerichtsbarkeit konnte sich der Bitcoin bis heute weiterentwickeln.

Der bis dato völlig undenkbare Ansatz, “Geld” virtuell zu erschaffen und zu steuern, sorgt bis heute für ein Umdenken und bringt etwa die EZB unter Druck, ein reguliertes digitales Geld, den E-Euro, zu entwickeln. Durch die Begrenzung der maximal schürfbaren Coins ist der Bitcoin gegen Inflation gesichert. Außerdem ist es ohne großen Aufwand möglich, mit Bitcoin zu bezahlen. Für die Transaktion ist lediglich die Wallet-Adresse der anderen Partei notwendig.

Gegenüber traditionellen Zahlungsoptionen zeigen sich beim Bitcoin vor allem die geringeren Kosten und die schnelle Abwicklung als Vorteile. Keine versteckten Gebühren oder lange Wartezeiten, bis das Geld gutgeschrieben ist. Es gibt auch kein Risiko von Rückbuchungen, von denen häufig Online-Händler betroffen sind, denn auf der Blockchain gespeicherte Transaktionen sind nicht umkehrbar.

Ethereum vs. Bitcoin – Was sagen Experten?

Krypto-Experte Ryan Watkins geht davon aus, dass Ethereum den Bitcoin überholen wird. Allerdings sagt Krypto-Guru Bobby Lee, dass sich der Bitcoin Kurs vervielfachen wird.

Wir haben mal beim Coin-Ratgeber nachgefragt:

„Die Investmentthesen zwischen Bitcoin und Ethereum unterscheiden sich maßgeblich. In Bitcoin wird primär investiert, da man in ihn als Wertaufbewahrungsspeicher sieht. Ethereum hingegen gilt als eine Art Internetcomputer, der dezentrale Dienstleistungen ermöglicht und das Gegenmodell zu zentralisierten Finanzdienstleistungen darstellt. Des Weiteren ist die grundlegende Technologie komplett verschieden, obwohl Bitcoin als auch Ethereum als Kryptowährung mit einer Blockchain eingestuft werden. Unserer Meinung nach ist es nicht die Wahl zwischen Bitcoin und Ethereum, sondern wie stark man Bitcoin und Ethereum in Portfolios priorisiert.“

Redaktion von Coin-Ratgeber.de

Wird Ether bald wichtiger als Bitcoin – Das Fazit

Platz 1 und Platz 2 sind sich in vielen Dingen sehr ähnlich, und doch hat jeder für sich sein eigenes Ökosystem geschaffen. Während das Bitcoin-Netzwerk bei der Aufgabe als digitales Geld bleibt, entwickelt sich Ethereum zur meist genutzten Plattform für DeFi-Anwendungen. Die Applikationen des dezentralen Finanzsektors werden auch durch die Entwicklung von NFTs rasant zunehmen.

Bitcoin ist und bleibt der Klassiker für digitales Geld, während sich Ethereum in kleinen Schritten zum Netzwerk mit Proof-of-Stake entwickelt, was den gesamten Ablauf schneller und günstiger machen kann. Trotzdem ist der Bitcoin keinesfalls weg vom Fenster, denn er hat seine treuen Fans und die größte Open-Source-Community, die an seiner Verbesserung arbeitet.

Mit Ethereum 2.0 soll eine Level-Skalierung kommen, die das bisherige Transaktionsvolumen deutlich erhöht. Das wäre ein klarer Vorteil gegenüber Bitcoin. Aber die Umstellung soll mehrere Jahre dauern und dass alles günstiger und schneller wird, ist bisher nicht mehr als ein Versprechen von Vitalik Buterin. Ryan Watkins sagt voraus, dass das Ethereum-Netzwerk nach dem Update bis zu 100.000 Transaktionen pro Sekunden schaffen kann. Aber auch das ist nicht mehr als eine Prognose.

Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Kryptowährung sich durchsetzen wird. Es kann aber auch sein, dass sich sowohl der Bitcoin als auch Ethereum weiterhin um die vordersten Plätze streiten. Schließlich haben beide ihre Berechtigung und in der Vergangenheit großes bewirkt. Die Volatilität der Kurse ist bei beiden in etwa gleich stark ausgeprägt und wer sich im Krypto-Space etwas auskennt, weiß, Kryptowährungen sind immer für eine Überraschung gut.

Stefanie Herrnberger

Stefanie Herrnberger

Stefanie Herrnberger ist als Redakteurin tätig und hat bereits mehrere Fachartikel veröffentlicht. Ein Krypto-Ratgeber erscheint Ende 2021. Sie schreibt vor allem über die Themen Blockchain, Kryptowährungen, DeFi und Anwendungsfälle der Distributed-Ledger-Technologie in der Industrie 4.0. Ihre Experteninterviews werden auf Fachportalen veröffentlicht und sprechen eine große Leserschaft an.

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Stefanie Herrnberger

Stefanie Herrnberger ist als Redakteurin tätig und hat bereits mehrere Fachartikel veröffentlicht. Ein Krypto-Ratgeber erscheint Ende 2021. Sie schreibt vor allem über die Themen Blockchain, Kryptowährungen, DeFi und Anwendungsfälle der Distributed-Ledger-Technologie in der Industrie 4.0. Ihre Experteninterviews werden auf Fachportalen veröffentlicht und sprechen eine große Leserschaft an.