Erfahrungsbericht Smartbroker Depot: günstiger und übersichtlicher Broker

Erst seit Dezember 2019 am Start und ein White-Label-Angebot der renommierten wallstreet Online Capital AG stellt der Smartbroker eine noch recht junge Kooperation mit der deutschen DAB Bank, die ihrerseits eine Marke der französischen Großbank BNP Paribas darstellt. Das Depot von Smartbroker ist ein für private Anleger konzipiertes Finanzprodukt, welches Zugang zu verschiedenen Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien, Investmentfonds, ETFs sowie Derivate bietet.

Zum Depot erhalten potenzielle Kunden auch immer ein kostenloses Verrechnungskonto in Form eines Tagesgeldkontos, über welches die entsprechenden Orders schlussendlich abgerechnet werden. Da es sich beim Smartbroker um einen noch recht jungen Depot-Anbieter handelt, haben wir uns im Folgenden an einen unabhängigen Test für Online-Broker gemacht, über den wir erste Erfahrungen im Umgang mit dem Smartbroker sammeln wollten.

In den nun folgenden Abschnitten möchten wir Ihnen daher die Bereiche Handelsangebot und Konditionen sowie Sicherheit und Transparenz, die Depoteröffnung und die Benutzerfreundlichkeit des Smartbrokers einmal näher vorstellen. Die neuesten Änderungen bei den Gebühren ermöglichen es Anlegern kostenlos Aktien zu kaufen und verkaufen.

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Welche Konditionen und Gebühren hat das Depot von Smartbroker?

Der Smartbroker gewährt seinen Kunden zunächst eine vollkommen kostenlose Depotführung. Generell ist das Motto von Smartbroker “keine versteckten Kosten” zu haben erfüllt. Weiterhin sind Limit- und Orderänderungen in jedem Fall kostenlos – dies betrifft auch Teilausführungen. Wer sich für Namensaktien entscheidet, der bezahlt 0,60 Euro pro Order. Für alle Langzeitanleger wichtig: Dividendenzahlungen sind beim Smartbroker ebenfalls kostenlos.

Zum Handelsangebot: Über den Smartbroker können die Asset-Klassen Aktien, Anleihen, ETFs sowie Investmentfonds und Derivate (zum Beispiel Zertifikate oder Optionsscheine) gehandelt werden. Insgesamt über 600 sparplanfähige ETFs, über 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag sowie 93 Aktien-Sparpläne stehen so zur Auswahl. Wer also per Sparplan über den Smartbroker investieren möchte, der findet hier eine riesige Auswahl an handelbaren Werten. Ebenso sind ETC-Sparpläne möglich.

Smartbroker gehört zu den wenigen Brokern auf dem deutschen Markt, bei dem man alle Aktien kostenlos handeln kann. Das Gebühren-Modell richtet sich dabei jedoch an den Handelsplatz, an dem die Aktien und Wertpapiere gehandelt werden sollen. So bietet Smartbroker die 0,00€ Ordergebühren für den Handelsplatz gettex bei einem Mindestordervolumen von 500€. Für den Wertpapierhandel über den Börsenplatz von Lang&Schwarz fallen lediglich geringe Ordergebühren von 1,00€ pro Order an. An alle anderen Handelsplätze fallen Ordergebühren von 4,00€ an, was im Vergleich zu anderen Brokern immer noch sehr günstig ist. Vorteil hierbei ist, dass kein Mindestordervolumen nötig ist. Ebenso fallen die 4€ für Ordervolumen unter 500€ an, unabhängig vom Handelsplatz. Der Handel über ausländische Börsen ist deutlich teurer und sollte vermieden werden.

Ein weiterer besonderer Kostenvorteil von Smartbroker ist der Handel von Derivaten. So kann man mit dem Depot bei Smartbroker alle Derivate bei Morgan Stanley, HSBC und Vontobel über den Direkthandel für unschlagbare 0,00€ handeln. Ähnlich wie beim kostenlosen Aktienhandel ist auch hier ein Ordervolumen von mindestens 500€ nötig.

Wer einen ETF Sparplan einrichten möchte, dem kostet eine Sparplanausführung mindestens 0,80 Euro (oder 0,20 Prozent Gebühren). Sparplanfähige ETF können beim Smartbroker bereits ab 25 Euro im Monat eingerichtet werden (Aktiensparpläne hingegen erst ab 125 Euro monatlich). Des Weiteren kann man bei Aktiensparplänen leider keine Bruchteile von Aktien erwerben, was von Nachteil ist. Auch der Handel mit Derivaten ist beim Smartbroker vergleichsweise günstig.

Wie sicher ist Smartbroker?

Da es sich beim Smartbroker um eine Marke der DAB Bank handelt, die ihren Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt München unterhält, gelten für den Anbieter auch die deutschen Regulierungsbestimmungen. Somit ist der Smartbroker der deutschen Regulierungsbehörde BaFin (Abkürzung für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) unterstellt. Die als sehr streng geltende Regulierungsbehörde überwacht den Smartbroker unter anderem auf die Einhaltung der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Anleger und Nutzerkonto.

Weiterhin stellt die BaFin sicher, dass der Smartbroker sein entsprechendes Firmenvermögen per doppelter Buchführung getrennt von dessen Kundeneinlagen bilanziert. Da der Smartbroker zudem über eine freiwillige Mitgliedschaft im Bundesverband deutscher Banken verfügt, sind bei diesem Anbieter sogar Kundeneinlagen bis 120 Millionen Euro pro Anleger abgesichert. Zusätzliche Sicherheit bieten beim Smartbroker zudem die gängigen 2-Faktor-Authentifizierungsverfahren per mobileTAN und SMS. Wir stufen den Smartbroker daher als ausgesprochen sicher ein.

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Wie funktioniert die Eröffnung des Smartbroker-Depots?

Um uns möglichst umfassende Testurteile über das Depotangebot des Smartbrokers bilden zu können, sammelten wir natürlich auch mit der Depoteröffnung selbst unsere Erfahrungen. Grundsätzlich führte uns die Reise dabei zunächst auf die Smartbroker-Webseite, auf der wir uns zur Maske der Depot-Eröffnung* begeben. Diese füllten wir dann mit unseren Kontaktdaten aus – angegeben werden mussten von unserer Seite unsere persönliche Telefonnummer, unsere eigene E-Mail-Adresse sowie unsere Wohnadresse und einigen anderen Daten angegeben.

Im weiteren Verlauf des Ausfüllens der Depoteröffnungsunterlagen mussten wir auch unsere individuellen Handelserfahrungen mit unterschiedlichen Asset-Klassen angeben. Diese Informationen dienen dem Smartbroker später zur genauen Einschätzung der individuellen Risikoklasse. Nachdem alle Unterlagen vollständig von uns ausgefüllt waren, mussten wir diese in einem weiteren Schritt noch verifizieren.

Hierfür entschieden wir uns für das Post-Identifikationsverfahren – wir hätten hierfür aber auch das Video-Identifikationsverfahren über den Smartbroker nutzen können. In beiden Fällen ist jedoch die Vorlagen unserer gültigen Ausweisdokumente (Personalausweis, Reisepass) erforderlich.

Nach der geglückten Verifizierung überprüfte das Team vom Smartbroker dann nochmal unsere Eröffnungsunterlagen und sendete uns im Folgenden binnen weniger Tage unsere individuellen Zugangsdaten zu – ab dann konnten wir unser neues Smartbroker-Depot vollständig nutzen.

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Wie ist die Benutzerfreundlichkeit bei Smartbroker?

Unser Test hat auch gezeigt, dass es sich beim Smartbroker-Depot um einen Broker mit sehr komfortabler Benutzeroberfläche handelt. Die Handelsplattform ist auch in den aktuell eher hektischen Märkten problemlos zu erreichen. Besonders übersichtlich und informativ ist die Finanzübersicht des eigenen Depots und die sehr interessante grafische Darstellung des Portfolios.

Weiterhin machten wir auch gute Erfahrungen mit dem Kundenservice von Smartbroker. Dieser steht per Telefonsupport von montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr entsprechend Rede und Antwort. Wahlweise ist es aber auch möglich, das Team vom Smartbroker auch per E-Mail-Kontaktformular zu erreichen.

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Welche Vorteile besitzt das Depot von Smartbroker?

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Zunächst erfreuten uns in unserem Smartbroker-Test die kostenlose Depotführung sowie die günstige Gebührenstruktur im Handel. Weiterhin empfanden wir auch das umfassende Handelsangebot selbst als sehr vorteilhaft – auch können Bruchteile von Wertpapieren über den Smartbroker gekauft warden (nicht aber bei Aktien!). Für Buy-and-Hold-Anleger dürften sicherlich auch die Vielzahl an Handelsangeboten in den Bereichen sparplanfähige ETFs sowie die über 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag von Interesse sein. Darüber hinaus erfuhren wir in unserem Test eine schnelle und unkomplizierte Depoteröffnung. Besonders hat uns die schöne grafische Darstellung des Depots gefallen, die zahlreiche hilfreiche Informationen enthält.

Gibt es Nachteile bei dem Depot von Smartbroker?

Leider erfuhren wir in unserem unabhängigen Test, dass der Smartbroker ab einer Cashquote im Depot in Höhe von über 15 Prozent ein kleines Verwahrungsentgelt verlangt. Weiterhin werden vom Smartbroker leider keinerlei Webinare oder Fortbildungsangebote zur Verfügung gestellt. Schlussendlich ist beim Smartbroker derzeit noch kein Handel über eine App möglich und damit auch kein mobiler Handel. Ebenso können keine Aktienbruchteile gekauft warden, weshalb Aktiensparpläne etwas an Attraktivität verlieren.

Fazit und Meinung zum Depot von Smartbroker

Aufgrund der günstigen Preisgestaltung in puncto Ordergebühren und Depotführungsgebühren sowie dem riesigen Handelsangebot an verschiedenen Anlageklassen geben wir dem Smartbroker im Bereich Gebühren volle Punktzahl. Den Kundenservice des Smartbrokers würden wir ebenso sehr gut bewerten, da unsere Anliegen stets schnell und zufriedenstellend vom Smartbroker-Support-Team beantwortet worden sind. Einzig und allein im Bereich Nutzerfreundlichkeit müssen wir aufgrund des Fehlens einer App für das mobile Trading und aufgrund des nicht vorhandenen Schulungsangebots einige Abstriche machen.

Dennoch ist Smartbroker ein sehr gelungenes Pendant zu Trade Republic und mit der Desktop-Version ist Smartbroker ein wirklich sehr gutter Broker, der für viele Anleger interessant ist. Mit der Möglichkeit des kostenlosen Aktienhandels ist Smartbroker in puncto Gebühren führend. Andere kostenlose Broker, wie zum Beispiel Gratisbroker, sticht Smartbroker mit seinem weitaus größeren Angebot aus.

Gebühren:

Nutzerfreundlichkeit:

Service:

Gesamt:

5/5
5/5
4.5/5
4.7/5
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