Steuern auf CFDs – Verlustverrechnung beim CFD-Trading

Wie werden CFDs versteuert?

Beim CFD-Trading gibt es in Sachen Steuern ein paar Dinge zu beachten. Der CFD-Handel unterscheidet sich etwas bei der Versteuerung, wie zum Beispiel Aktien oder ETFs. Schlagzeilen hat auch das neue Steuergesetz für Differenzkontrakte gemacht, was Anfang 2021 in Kraft getreten ist. Was bei der Steuererklärung für das CFD-Trading beachtet werden muss, erklären wir in diesem Artikel.

Abgeltungssteuer bei Gewinnen aus dem CFD-Trading:

Ähnlich wie bei Aktien und anderen Wertpapieren fallen beim CFD-Trading Steuern an. Auf erzielte Gewinne fällt seit 2009 die Abgeltungssteuer in Höhe 25% an. Vor 2009 waren die Gewinne aus dem CFD-Handel noch steuerfrei. Auf die Abgeltungssteuer kommen dann noch der Soli und gegebenenfalls die Kirchensteuer.

Im Gegensatz zu Aktien müssen die Gewinne aus dem CFD-Handel selbstständig bei der Steuererklärung angegeben werden. Beim Aktien-Depot ermittelt die Bank automatische Gewinne und Verluste und bildet Verlusttöpfe. Aus diesen Verlusttöpfen werden von der Bank dann die zukünftigen Gewinne verrechnet. Beim CFD-Trading erfolgt eine automatische Gewinn- und Verlustrechnung durch den Broker nicht! CFD-Broker stellen lediglich Dokumente über die Transaktionen zur Verfügung. Diese PDF- oder Excel-Dateien müssen dann vom Trader eigenständig verarbeitet werden.

CFD-Trader müssen sich also im Klaren sein, dass sie beim Thema Steuern und CFDs selber in Aktion treten müssen. Wer Gewinne, aber auch Verluste erzielt hat, sollte das in die Steuererklärung eintragen. Wer erzielte Gewinne nicht angibt, macht sich der Steuerhinterziehung strafbar. Es gibt jedoch auch einen Vorteil, dass die Steuern nicht sofort einbehalten werden. Dadurch bleibt das Kapital bis zum Ende des Steuerjahres beim Anleger. Dieser kann damit wirtschaften und weitere Gewinne erzielen.

Wie werden Verluste bei CFDs verrechnet?

Beim CFD-Trading erfolgt, wie bei Aktien auch, eine Verlustverrechnung mit den erzielten Gewinnen. Bei Differenzkontrakten muss man jedoch beachten, dass Verluste nur mit Gewinnen aus anderen CFDs verrechnet werden können. Eine Verlustverrechnung von CFDs mit Aktien und umgekehrt funktioniert nicht. Was am Ende des Jahres nach der Verlustverrechnung übrig bleibt, wird in die Steuererklärung eingetragen und ist zu versteuern. Seit 2021 hat sich im Bereich der Verlustverrechnung für CFDs jedoch etwas Grundsätzliches geändert.

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Welche Änderungen gab es 2021 bei der Besteuerung von CFDs?

Seit Anfang 2021 gilt das neue Steuergesetz für die Verlustverrechnung für CFDs. Diese beschränkt die Verlustverrechnung für CFDs auf 10.000€ pro Jahr. Weitere Verluste können jedoch in unbegrenzter Höhe und Dauer vorgetragen werden. Zwar mit Verlustvortrag und Verlustverrechnung so insgesamt 20.000€ an Verlusten pro Jahr mit Gewinnen gegenrechnet werden. Aber wer größere Verluste im Jahr hat zahlt dementsprechend Steuern auf Gewinne, die er am Ende gar nicht übrig hat.

Laut Verfassungsexperten ist die Begrenzung und Besteuerung verfassungswidrig und wird auch mit großer Wahrscheinlichkeit gekippt werden. Bis das aber der Fall ist, können viele Jahre vergehen und CFD-Trader müssen sich mit der gedeckelten Verlustverrechnung arrangieren. Besonders professionelle Trader und Daytrader wird das ein Dorn im Auge sein. CFD-Trading wird so teilweise unrentabel, da man unter Umständen Steuern zahlen muss, obwohl man am Ende des Jahres eigentlich keinen Gewinn unter dem Strich hat. Das verdeutlicht unser Beispiel für einen CFD-Account:

Gehen wir davon aus, ein CFD-Trader startet mit 20.000€ im Account. Die Trades laufen gut und er schafft es im Laufe des Jahres seinen Account auf 50.000€ durch CFD-Gewinne zu vergrößern. Nun läuft es mit dem CFD-Trading schlecht und er verliert wieder 30.000€ und ist mit seinem Account wieder auf dem ursprünglichen Wert angekommen. Er hat also zunächst 30.000€ Gewinn erzielt und dann wieder 30.000€ Verlust in einem Jahr erzielt. Mit dem neuen CFD-Steuergesetz kann aber nur maximal 10.000€ den 30.000€ entgegen rechnen (30.000€ – 10.000€ = 20.000€ vermeintlicher Gewinn). Es bleiben nun 20.000€ vermeintlicher Gewinn, den er versteuern muss, aber gar nicht in seinem Account hat. Man muss im schlechten Fall also Steuern zahlen, obwohl man sogar Verlust gemacht hat.

Für kleine Trader ist diese Grenze von 10.000€ aber schwer zu erreichen und auf diejenigen hat das Gesetz auch keinen Einfluss. Für diese CFD-Trader hat sich seit 2021 nichts geändert. Wer aber in einem Jahr mehr als diese Summe an Verlusten einfährt, sollte sich dessen bewusst sein.

Gewinn- und Verlustrechnung durch den CFD-Broker:

Die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kann beim CFD-Trading ziemlich aufwendig werden. Besonders, wenn einige Tausend Transaktionen durchgeführt wurden. Die CFD-Broker müssen die notwendigen Informationen und Historien über die Kontoaktivitäten zur Verfügung stellen. Hierbei unterscheiden sich die CFD-Broker auch!

Die meisten CFD-Broker stellen die Transaktionen in einer Excel-Datei, meist als CSV zur Verfügung. Diese kann man dann selbst bearbeiten und Summen bilden. Arbeitszeit muss man auf alle Fälle investieren.

Anders ist es bei manchen Anbietern, die bereits eine fertige Gewinn- und Verlustrechnung für die Steuererklärung zur Verfügung stellen. Ein positives Beispiel in Sachen Steuern und CFDs ist Plus500. Bei der CFD-Plattform von Plus500 bekommt man für die Steuererklärung eine übersichtliche Gewinn- und Verlustrechnung für das Steuerjahr. So kann man mit wenigen Klicks die Informationen für die Steuern auf den CFD-Handel bei Plus500 abrufen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven.

Risikohinweis Plus500: CFDs sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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