whitebox Erfahrungen und Test: einfacher und seriöser Robo Advisor

Wer sein Geld für die Zukunft vernünftig anlegen möchte, um seine finanziellen Ziele zu erreichen, dem stehen heutzutage neben der klassischen Vermögensberatung und -verwaltung die neuen „Robo Advisor“ zur Verfügung. Dies sind Unternehmen, die statt einer klassischen Vermögensverwaltung eine digitale Vermögensverwaltung über Online-Tools zu geringen Preisen, jedoch auch ebenso individualisiert anbieten können.

Einer davon hat sich Transparenz derart auf die Fahnen geschrieben, dass er es schon im Namen trägt: Whitebox – das Gegenteil einer sprichwörtlichen Black Box. Wie die digitale Vermögensverwaltung bei Whitebox funktioniert, wird hier berichtet.

Wie wird man Kunde bei Whitebox?

Kunde bei Whitebox wird man privat nur als volljährige Einzelperson; Gemeinschaftskonten sind (noch?) nicht vorgesehen.

Wie bei einer klassischen Vermögensverwaltung, sind erstmal über einen Fragebogen die finanziellen Verhältnisse, die Risikoneigung und das Ziel der Geldanlage zu definieren. Man kann hierbei gleich vorneweg auch mehrere Ziele definieren und dafür entsprechende Geldsummen reservieren, die dann nach jeweiliger Strategie später unterschiedlich investiert werden. Zum Beispiel kann ein Teil zur Altersvorsorge zurückgelegt werden, ein anderer um zu einem gewissen Zeitpunkt einen Zielbetrag für eine größere Anschaffung zu erhalten, oder um monatliche Auszahlungen zu generieren.

Es gibt diverse individuelle Möglichkeiten. Whitebox zeigt sofort das entsprechende Konzept für die Portfolio-Gestaltung und dessen voraussichtliche Wertentwicklung auf. Man sieht also sofort ob das Ziel realistisch ist, wie es erreicht wird, und wo möglicherweisee Steine im Weg lägen.

Der Antrag auf die Eröffnung des Kontos lässt sich einfach online ausfüllen und absenden. Danach erfolgt eine Überprüfung der Identität mittels Video- oder Post-Ident-Verfahren. Nach erfolgter positiver Prüfung aller Dokumente, wird das Konto freigeschaltet. Whitebox fordert einen dann aktiv und entsprechend des gewählten Anlageziels zur ersten Einzahlung auf.

Was kostet die digitale Vermögensverwaltung durch Whitebox?

Ähnlich wie eine total expanse ratio (TER) bei einem Fond oder ETF, erhebt Whitebox eine allgemeine Gebühr in Prozent der Anlagesumme. Diese reicht von 0,95 % p.a. bei einem Anlagevolumen von unter 30.000 € über mehrere Stufen bis zu 0,35% p.a. bei Anlagen von über 500.000 Euro. Hinzu kommen die Fonds-Gebühren für die Produkte, in die investiert wird, von 0,2 %. Weitere Gebühren gibt es nicht. Alle Kosten für Konto- und Depotführung, Transaktionen, Ein- und Auszahlungen usw. sind in diesen Gebühren enthalten. Ausstellungen von besonderen Formularen oder Zweitschriften können nochmal extra Kosten beinhalten.

Wie sicher und transparent ist Whitebox?

Für die Führung des Portfolios und Verrechnungs-/Orderkontos und entsprechend deren Sicherheit ist die flatex Bank AG der Partner von Whitebox, also eine etablierte Bank mit einem gewissen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad bei Investoren. Auf den dortigen Servern sind auch die persönlichen Daten hinterlegt und somit hinter sicheren Mauern. Es gilt wie üblich die europäische Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Bank und Kunde.

Ein- und Auszahlungen können nur auf das jeweilige eigene Referenzkonto erfolgen. Einzahlungen können nur getätigt werden, wenn Whitebox nach der Anfrage für eine Einzahlung dem Kunden eine entsprechende Weisung mit den genauen Daten erstellt hat. Andere Einzahlungen werden abgewiesen.

Ein- und Auszahlungen sind jeweils nur am Anfang eines Handelszyklus möglich, welcher alle fünf Werktage beginnt; Liquidationen von einzelnen Zielen sogar nur jeweils zum ersten Handelszyklus eines Monats.

Whitebox legt, wie eingangs erwähnt, sehr großen Wert darauf der Robo Advisor mit Klarheit und Transparenz zu sein. Das zeigt sich zum ersten auf deren Homepage, auf welcher die Strategie und Philosophie ihrer digitalen Vermögensverwaltung seitenweise genau erklärt werden. Der Kundenservice hat sich ins Zeug gelegt und eine sehr ausführliche und gut strukturierte FAQ-Liste verfasst. Sollten da Fragen offenbleiben, ist man per E-Mail, Kontaktformular oder telefonisch unter der Woche erreichbar.

Jedes Quartal sendet Whitebox ihren Kunden einen individuellen Quartalsreport. Darin sind unter anderem gegenwärtige Marktentwicklungen und wie die Analysten von Whitebox sie einschätzen wiedergegeben, die Entwicklung des Portfolios und der einzelnen Ziele, sowie jede einzelne Transaktion, die für das Portfolio getätigt wurde, aufgeführt. Diese Auflistung findet man auch in seinem Dashboard wieder, wenn man sich als Kunde einloggt, und kann so minutiös nachverfolgen was mit dem verwalteten Geld passiert ist.

Das Dashboard selbst ist ebenfalls sehr gelungen. Man kann sehr schnell intuitiv alles finden. Portfolioentwicklung pro Ziel, Asset Allocation, und erwartete Entwicklung mit entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeit sind grafisch sehr gut aufbereitet.

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Wie investiert Whitebox mein Geld?

Je nach den Angaben zum Kunden und zum Ziel der Anlage wählt Whitebox eine entsprechende Allokation für das Portfolio pro Ziel aus. Beispielsweise wird für ein Anlageprofil der Risikostufe 5 („ausgewogene Anlage“) ein Portfolio mit jeweils 50% risikobehafteten und risikoarmen Investments gebildet. Diese Ziel-Allokation wird in sehr kurzen Intervallen durch Rebalancing wiederhergestellt; wir beobachten fast wöchentlich Anpassungen, wenn ein neuer Handelszyklus beginnt. Whitebox führt das Rebalancing jedoch nicht in einem regelmäßigen Turnus durch, sondern basierend auf einer maximalen Abweichung zwischen Soll- und Ist-Allokation, und nutzt entstandene Zahlungen von Zinsen und Dividenden entsprechend meist zeitnah zum Kauf untergewichteter Portfolio-Bestandteile.

Jedes Quartal wird eine Einschätzung des Marktes vorgenommen: Welche Sektoren, welche Regionen, welche Asset-Klassen sind derzeit besonders überkauft, welche haben großes Potential. Entsprechend leitet Whitebox daraus eine Strategie ab und gewichtet in den Portfolios innerhalb der Asset-Klassen nochmal unterschiedlich, z.B. nach Ländern und Regionen, um so eine höhere oder stabilere Rendite zu erzeugen.

Whitebox investiert grundsätzlich in Produkte mit niedrigen Kosten. Das heißt, vor allem besteht ein Portfolio aus einer Vielzahl von ETFs und Indexfonds, in verschiedenen Gewichtungen. Der risikobehaftete Anteil wird in Aktien-ETFs investiert, mit weiteren Unterteilungen und Gewichtungen nach industriellen Sektoren sowie Weltregionen. Der risikoarme Anteil wird in Cash und Anleihe-ETFs investiert, wobei Whitebox aufgrund der Niedrig- bzw. Negativzins-Situation im Euro-Raum die Cash-Quote derzeit so gering wie möglich hält. Der Cash-Anteil kann auch durch kurzlaufende Staatsanleihen ersetzt werden.

Des Weiteren werden hier ETFs auf verschiedene Staatsanleihen z.B. aus Schwellenländern, und auch Unternehmensanleihen aus verschiedenen Sektoren eingesetzt. So wird ein sehr diversifiziertes Portfolio erzeugt, welches auch in derzeitigen Situationen mit hohen Kursen am Anleihemarkt noch vernünftige Renditen als Basis erzeugen kann.

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Welche Vor- und Nachteile hat Whitebox?

Wer sein Geld bei einem Robo Advisor anlegt, sollte sich im Klaren sein, dass er dieses Geld für einen längeren Zeitraum anlegt. Liquide wie die direkte Anlage in Aktien, Fonds oder Anleihen bei einem Broker ist die Anlage bei Whitebox nämlich nicht, da Ein- und Auszahlungen oder Liquidationen nur immer in bestimmten Intervallen möglich sind.

Für Verfechter einer rein passiven Anlagestrategie wird das Konzept von Whitebox sehr wahrscheinlich zu aktiv sein: Hier wird eben doch durch Markteinschätzung und entsprechende Über- und Untergewichtung von einzelnen Assets, Branchen und Regionen ein sehr stark in verschiedene Investments unterteiltes Portfolio aufgebaut und versucht eine Überrendite zu erzielen, ähnlich wie bei einem aktiv gemanagten Fond. Es wird auch vergleichsweise oft umgeschichtet und neu balanciert. Das erklärt die durchaus höheren Kosten für die digitale Vermögensverwaltung im Vergleich zum direkten Kauf und Halten einiger weniger ETFs oder Indexfonds.

Für Fans einer aktiven Strategie, die die Chance auf eine Überrendite haben möchten, ist Whitebox dann natürlich eine perfekte und günstigere Alternative zu einem klassischen Vermögensverwalter oder einem aktiv gemanagten Fonds mit höheren Gebühren und Ausgabeaufschlägen. Dass Whitebox eine Überrendite erzielen kann, haben sie seit ihrem Bestehen seit 2016 gezeigt. Das ist natürlich keine Garantie, dass dies in Zukunft weiter lückenlos und in gleichem Maße fortgesetzt werden kann. Mit seinem Team aus Analysten sowie einer soliden wissenschaftlichen Basis und statistischen Methoden sollte das Fundament dieser Rendite jedoch bei Whitebox stabiler stehen als auf den Meinungen mancher Fondmanager.

Fazit und Meinung zu Whitebox:

Whitebox ist der Robo Advisor für alle, die sich nicht selbst um ihre Anlage kümmern wollen oder können, aber ihr Geld mit Know-How effektiv und zielangepasst angelegt sehen wollen.

Gebühren: 3,5 von 5 Sternen; nicht überteuert für das Angebot, aber es gibt günstigere Robo Advisor im Vergleich

Anlagestrategie: 4 von 5 Sternen; nichts für die Philosophie rein passiven Investierens, jedoch eine solide Strategie mit bisher sehr guter Performance

Nutzerfreundlichkeit: 5 von 5 Sternen; sehr einfacher Anmeldeprozess, gute Visualisierung, hervorragende und transparente Kommunikation

Gebühren:

Nutzerfreundlichkeit:

Anlagestrategie:

Gesamt:

3.5/5
5/5
4/5
4.5/5
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