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Megatrend Wasser: Investieren in das nasse Gold

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Wasser ist schon heute ein wertvoller Rohstoff und wird nach Expertenmeinung in den kommenden Jahrzehnten durch Klimawandel und Bevölkerungsexplosion noch kostbarer. Damit gehört das nasse Gold ganz klar zu den Megatrends der Zukunft. Der Wasserverbrauch wird weiter steigen, die globale Wasserversorgung immer schwieriger. Anleger können vom Megatrend Wasser profitieren – in Form von ETFs, Fonds oder auch Wasser-Aktien. Eine Geldanlage der Zukunft, die auch noch zu den ethisch verträglichsten Anlageformen zählt.

Warum Wasser immer teurer wird?

Die Situation ist schon heute alarmierend. Hitze, Trockenheit und Wassermangel nehmen in vielen Regionen der Welt immer stärker zu. Längst gilt das nicht mehr nur für Regionen und Kontinente in den heißen Klimazonen der Erde wie Australien, Afrika, Kalifornien oder Spanien. Zunehmend sind auch Länder in gemäßigten Zonen, wie Deutschland oder Großbritannien, betroffen.

Die durch Wassermangel ausgelöste Probleme sind vielfältig, so kommt es etwa zu Ernteausfällen. In Deutschland etwa gehen schon heute die Erträge für Hopfen und auch Getreidesorten zurück, in der Folge steigen die Preise. Während Wissenschaftler an hitzebeständigeren Nutzpflanzen tüfteln, steigen die ersten Bauern in Deutschland zum Beispiel auf Sojaanbau um, der ein wärmeres und trockeneres Klima verträgt.

Wasser ist für den Menschen lebensnotwendig und auch durch nichts substituierbar. Die fortschreitende Klimaerwärmung verschärft das Problem auf der Erde, Niederschläge gehen zurück. Auch die Verdunstung nimmt zu, immer mehr Süßwasserseen schrumpfen und Flüsse führen immer weniger Wasser. Zwar verfügt die Erde durch die riesigen Ozeane über große Mengen an Wasser, doch nur ein sehr geringer Teil ist auch trinkbar. Nur 3 von 1000 Litern des auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süßwasser und damit für den Menschen geeignet. Wasser ist also schon heute eine extrem knappe und damit kostbare Ressource.

Nach Prognosen der Vereinten Nationen könnten bis 2025 fast fünf Milliarden Menschen in Gebieten mit Wasserknappheit leben. Die Gründe dafür liegen im verschwenderischen Umgang mit dem nassen Gold und der steigenden Nachfrage durch die wachsende Weltbevölkerung. Daraus resultieren ein höherer Wasserverbrauch in der Landwirtschaft, aber auch für industrielle Anwendungen. Aktuell nutzen nur 71 Prozent der Menschheit sichere Trinkwassersysteme, immer hin 21 Prozent haben gar keine Wasserversorgung.

In den kommenden Jahrzehnten wird sich die Lage weiter verschärfen. Die Organisation for Economic Co-Operation and Development (OECD) rechnet damit, dass der weltweite Wasserverbrauch um rund 55 Prozent zunehmen könnte, wenn nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden.

Marode Infrastruktur der Wasserversorgung

Zu den wichtigsten Aktionen gehört sicherlich das Modifizieren der in vielen Ländern maroden Wasserinfrastruktur. Und das gilt längst nicht mehr nur für Schwellenländer. So legte etwa der Rechnungslegungsausschuss des britischen Unterhauses in Großbritannien im Sommer 2020 einen drastischen Report über den aktuellen Zustand der Wasserversorgung auf der Insel vor. Danach versickert ein Fünftel des täglich benötigten Trinkwassers aufgrund löchriger Leitungen ungenutzt im Erdreich. War das Leitungsnetz vor 150 Jahren noch das modernste der Welt, ist es heute hoffnungslos veraltet und muss dringend saniert werden. Eine ähnliche Situation finden wir in den USA wieder!

Zusammen mit den immer geringeren Niederschlägen und der steigenden Nachfrage schafft das ernsthafte Probleme. So warnte der britische Wasserversorger Affinity Water schon vor einem denkbaren Ausfall der Versorgung.

Aber auch in anderen Industrienationen sind die Leitungen teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Das gilt etwa für 40 Prozent der Wasserleitungen in den USA, wie die American Society of Civil Engineers jüngst warnte.

Führende Experten des World Economic Forums halten den zunehmenden Wassermangel auf der Erde sogar für eines der größten Risiken der Menschheit. Es sei unabdingbar, dass der weltweite Wasserverbrauch vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt werde. Dazu müsse die Versorgung wesentlich effizienter werden und dürfe nicht so viel Wasser verschwendet werden.

Megatrend Wasser – vielfältige Chancen für Anleger

Deshalb werden Investitionen in die Wasserqualität und in Lösungen für die Wasseraufbereitung in Zukunft eine noch höhere Priorität für die Regierungen rund um den Globus haben. Anleger können mit den richtigen Wasser-Aktien gute Investitionen für die Zukunft machen.

Optimierte Verfahren zur Wasseraufbereitung:

Forscher arbeiten nicht erst seit der Corona-Pandemie intensiv an der Bekämpfung von Viren. Corona-Viren können im Abwasser zwar nicht überleben, aber es gibt andere Viren-Arten, die dem Menschen im Trinkwasser gefährlich werden könnten. Deshalb ist es so wichtig, dass speziell das Abwasser aus Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen vorbehandelt wird, bevor es wieder ins Leitungssystem gelangt. Denn Kläranlagen können nicht alle gefährlichen Stoffe aus dem Abwasser beseitigen. Eine gezielte Reinigung mit effektiven und professionellen Desinfektionsmitteln ist deshalb bereits beim Verursacher der Kontamination unverzichtbar.

Anders als in Deutschland hat in vielen Ländern der Welt das verfügbare Wasser keine Trinkwasserqualität. Viele Privathaushalte und auch Unternehmen setzen deshalb Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung oder Entsalzungsanlagen ein. Damit können Verunreinigungen des Wassers beseitigt werden. So werden Rückstände schädlicher chemischer Substanzen oder Viren und Mikroorganismen aus dem Wasser entfernt. Solche Anlagen werden an die Wasserkunden entweder verkauft oder verleast.

Überwachung der Wasserqualität:

Zudem wird die Kontrolle der Trinkwasserqualität in Zeiten der Verknappung ein entscheidender Faktor. Auch dieser Bereich ist also ein klares Wachstumsfeld. Hier werden Wasserversorger und Regierungen künftig mehr investieren, um Schadstoffe im Wasser aufzuspüren und zu eliminieren, bevor sie größeren Schaden anrichten. Gute Chancen also für Dienstleister, die auf die Qualitätsprüfung von Wasser spezialisiert sind.

Mehr Effizienz im Umgang mit Wasser:

Das Betätigen der Toilettenspülung lässt in vielen Industrieländern Unmengen von bestem Trinkwasser in den Abflussrohren verschwinden. Im Durchschnitt verbrauchten Toiletten in den 1960er Jahren für einen einzigen Spülgang rund 20 Liter Frischwasser. Zu Beginn der 1990er Jahre liefen immer noch mehr als zehn Liter pro Spülgang durch die Toiletten. Moderne Toiletten mit innovativer Spültechnik reduzieren den Wasserverbrauch auf weniger als vier Liter pro Spülgang. Weltweit gibt es einige Firmen, die sich der Entwicklung wassersparender Produkte wie spezieller Wasserhähne und Duschbrausen verschrieben haben. So kann der persönliche Wasserverbrauch eines jeden Haushalts deutlich reduziert werden.

Optimierung der Infrastruktur:

Experten schätzen, dass der Investitionsbedarf in Infrastruktur und effiziente Wassertechnologien allein in Europa in den nächsten zehn Jahren bei 360 Milliarden Euro liegen wird. Ein noch größerer Bedarf besteht in den USA. Hier sollen Investitionen zur Erneuerung der Wasser- und Abwassersysteme in Höhe von 820 Milliarden Euro notwendig sein. Einer der Pioniere im Markt für Wasserinvestments war bereits vor mehr als 20 Jahren Pictet Asset Management. Die Experten der Fondsgesellschaft rechnen mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Brache in den kommenden Jahren von mindestens sechs bis acht Prozent. Für Anleger also gleichermaßen ein lukratives und nachhaltiges Investment.

Effizientere Bewässerung:

Mehr als 70 Prozent des weltweit verfügbaren Trinkwassers fließt in die landwirtschaftliche Produktion. Deshalb bekämpfen die Regierungen rund um den Globus mittlerweile die Wasserverschwendung in diesem Bereich. Im regenarmen Kalifornien etwa muss schon heute jeder Landwirt, der in Dürreperioden tagsüber seine Felder bewässert, Strafe zahlen. Auch hier gibt es zahlreiche Unternehmen, die sich auf Wassertechnologie für den Agrarsektor spezialisiert haben. Eine innovative Technologie zum Versorgen der Pflanzen ist etwa die sogenannte Tröpfchen-Bewässerung. Dabei wird ausschließlich der Boden rund um die Pflanze herum regelmäßig bewässert. Bei diesem Verfahren wird trotz deutlich reduzierten Wasserverbrauchs mehr Feuchtigkeit abgegeben.

Investieren in Wasser – Geldanlage der Zukunft

Die Anlagemöglichkeiten sind heute vielfältig: Es gibt klassische Investmentfonds oder sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) mit dem Schwerpunkt Wasser. Wer risikobereiter ist, kann auch in einzelne Wasseraktien investieren. Grundsätzlich ist Wasser im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen, wie Öl oder Kupfer, ein relativ krisenfester Rohstoff, da es für uns Menschen einfach absolut unverzichtbar ist. Deshalb werden Geldanlagen in diesem Bereich auch keinen so großen Schwankungen unterliegen wie andere Investments, die oft sehr konjunktursensibel sind. Bei Wasser ist mit einer stabilen und langfristig sogar steigenden Nachfrage zu rechnen.

Wasser-Aktienfonds:

Ältester und größter aktiv verwalteter Fonds ist der Pictet-Water (WKN: 933349). Seit der Erstauflage zum Jahresende 2004 ist der Fonds kontinuierlich gestiegen, der Wertzuwachs beträgt beinahe 200 Prozent. Weitere Beispiele sind der KBC Eco Fund Water (WKN: A0F6Z0), der Deutsche Global AM Water (WKN: DWS0DT) oder der Ökoworld Water for Life (WKN: A0NBKM). Da ein Fonds aktiv gemanged wird, wird ein Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent fällig. Für wen Wasser-Fonds eine interessante Geldanlage darstellen, für den ist das Depot bei flatex* die beste Wahl. Das Depot ist speziell auf Fonds ausgerichtet und bietet gute Konditionen.

Exchange Traded Funds (Wasser-ETFs):

Börsengehandelte Fonds (ETFs) sind eine preiswertere Alternative, da es sich hier zumeist um passiv verwaltete Investmentfonds handelt. Die jährlichen Verwaltungskosten sind deshalb geringer als bei klassischen Investmentfonds. ETFs kombinieren somit die Vorteile einer Aktienanlage mit denen einer Fondsanlage.

Beispiele für Wasser-ETFs sind der Lyxor PEA Eau (World Water) UCITS ETF (WKN: LYX0UL), als Basis dient hier der World Water Index. Der Fonds investiert vor allem in Europa, den USA und Asien. Die 50 größten Aktienunternehmen im Bereich Wasser kombiniert der iShares Global Water ETF (WKN: A0MM0S). Basis ist hier der S & P Global Water 50. Für diese zwei ETFs sind auch ETF-Sparpläne möglich. Damit sind sie auch für Anleger interessant, die regelmäßig kleinere Beträge anlegen möchten. Bei der comdirect* könnt ihr beide ETFs bereits ab 25€ im Monat besparen.

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Einzelaktien – Wasser-Aktien der Zukunft:

Investments in einzelne Aktien ermöglichen höhere Gewinne, bergen aber auch ein höheres Risiko. Hier sollten nur Anleger einsteigen, die auch bereit sind, sich etwas intensiver mit der Materie auseinanderzusetzen und bereits sind, die Märkte regelmäßig zu beobachten. Einer der Big Player ist American Water Works (WKN: A0NJ38). Ehemals eine Sparte des deutschen Versorgers RWE ist der Konzern in 29 US-Bundesstaaten und in Teilen Kanadas als Wasserversorger aktiv. Ein sehr solides Investment – seit 2010 hat sich die Aktie mehr als versechsfacht.

Eine weitere amerikanische Wasser-Aktie ist XYLEM (WKN: A1JMBU). Das Unternehmen aus den USA ist nicht nur auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung tätig, sondern zählt auch zu den größten Pumpenherstellern weltweit.

Global orientierte Player in der Wasserversorgung sind der französische Veolia-Konzern (WKN: 501451) sowie der Wettbewerber Suez Environment (WKN: A0Q418). Interessante Alternativen können auch Spezialisten im Bereich der Wasser- und Abwassertechnik sein, wie etwa die österreichische BWT (ISIN: AT0000737705) oder Geberit (ISIN: CH0030170408) aus der Schweiz.

Renditechancen mit gutem Gewissen

Geldanlagen im Bereich Wasser zählen zu den sogenannten „Grünen Investments“, weil sie Renditechancen für Anleger und eine nachhaltige Entwicklung verbinden. Ziel solcher Anlagen ist es, Industrie, Mensch und Natur in Einklang zu bringen sowie die Lebensbedingungen für Menschen in Entwicklungsländern zu verbessern.

Mit ihrem Investment im Bereich Wasser unterstützen Anleger also innovative Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften und Wasser verantwortungsvoll einsetzen. Diese Unternehmen sorgen mit neuen Technologien für eine effizientere Verwendung sowie die Aufbereitung oder Reinigung von Wasser. Geldanlagen in diesem Bereich eignen sich deshalb besonders für Anleger, denen die ethischen Aspekte ihres Investments neben einer guten Rendite am Herzen liegen.

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