Volumen (Umsätze): Ein bestätigender Indikator

Das Volumen gibt Informationen über das Verhalten von Käufern und Verkäufern und spiegelt die „Gesundheit“ eines Kurses oder Trends wieder. Das Volumen, oder auch Umsätze genannt, sind die Menge an getätigten Transaktionen über einen gewissen Zeitraum. Die wichtigste trendbestätigende Regel besagt, dass das Volumen zusammen mit dem Kurs steigen muss. Das heißt macht der Kurs ein neues höheres Hoch, sollte auch das Volumen ein neues höheres Hoch machen. Ist dies nicht der Fall, wird der steigende Kurs nur von wenigen Käufern getragen und ist sehr instabil. Man spricht hier von einer negativen Divergenz, wenn der Kurs steigt aber der Indikator (Volumen) fällt. Diese negative Divergenz ist ein frühes Warnsignal für einen Trendwechsel. Jedes Asset, egal ob Aktien, Futures, Rohstoffe, Währungen oder Bitcoin, jedes Asset zeigt diese Divergenzen, reagiert aber unterschiedlich stark darauf!
Generell kann man sagen, dass das Volumen ein Frühindikator ist und den Kursen vorausgeht. Sowohl negativ als auch positiv. Er zeigt Divergenzen an und bildet zusammen mit anderen Indikatoren, wie z.B. Oszillatoren ein starkes Werkzeug zur Analyse von Kursen. Bei der Analyse von Monatscharts wird er allerdings nicht so sehr benutzt, ist dafür in kleineren Zeiträumen (z.B. Tageschart) besonders wertvoll.
 

Langfristcharts: unterschiedliche Zeitrahmen des Charts

Der Aufbau des Charts besteht aus dem Preis (vertikale Achse) und der Zeit (horizontale Achse). Die Kerzen in der Mitte sagen aus, wo der Kurs gestartet ist, wo er geschlossen hat und wo sein Hochpunkt und Tiefpunkt war. Nun beziehen diese Informationen sich auf den Time-Frame, den man gewählt hat. So kann man zwischen allen möglichen Zeitintervallen wählen, vom 1-Minuten-Chart, wo eine Kerze 1 Minute Handelsaktivität abbildet, bis hin zu 1-Monats-Charts, bei dem 1 Kerze einen Monat an Handelsaktivität widerspiegelt.
Kerzenchart Chartanalyse Aufbau
Abbildung: Aufbau Kerzen im Kerzenchart

Je größer der Time-Frame, desto mehr Informationen des Marktes können abgebildet werden und desto stärker ist die Aussagekraft der technischen Analyse. So ist ein Monatschart ausschlaggebender als ein Wochenchart. Ein Wochenchart wiederum ausschlaggebender als ein Tageschart und ein Tageschart ist als wichtiger anzusehen als ein Stundenchart. Das bedeutet zum Beispiel, dass charttechnische Aussagen über den Wochenchart höher zu gewichten sind als die des Tageschart und so weiter. 

Um beispielsweise eine Aktie zu analysieren, schaut man sich zunächst den Wochenchart an und ermittelt dort die charttechnische Situation. Erst danach analysiert man den Tageschart und ermittelt, ob die Aktie auf einem eher günstigen oder teureren Niveau ist. Daraus kann man dann erkennen, wo sich die Aktie momentan im Trend befindet und ob ein Einstieg oder ein Verkauf sinnvoll ist. 
 
Für Daytrading oder Swingtrading sind die kleineren Time-Frames natürlich das alltägliche Instrument. Das kann der 4-Stunden-Chart bis hin zum 5-Minuten-Chart sein. Für Daytrading sind dann sogar die noch kürzeren Charts von Interesse, bis hin zum 1-Minuten-Chart. Zum langfristigen Investieren lohnen sich Blicke kleiner als der Tageschart nicht und sind nur irreführend. Wer langfristig sein Geld anlegen möchte (10 Jahre oder länger), der sollte nur auf Monats-, Wochen- und Tageschart achten. Um einen guten Einstiegspunkt für des Investment zu finden, zieht man den Tageschart heran.