Investmentstrategien: Buy and Hold

Investmentstrategien: Buy and Hold

  • Beitrags-Kategorie:Geldanlage

Was ist die Buy-and-Hold-Strategie?

Die Buy-and-Hold-Strategie kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „kaufen und halten“. Bei dieser Art der Geldanlage geht es darum Wertpapiere sehr lange zu halten und zwischendurch nie zu verkaufen. Auch in Krisenzeiten sollen die Aktien und Fond gehalten werden. Während eines Börsencrash, wie zum Beispiel in der Zeit des Coronavirus, würden keine Aktien verkauft werden.

Bei der Buy-and-Hold-Strategie ist das Ziel, von einer langfristigen Geldanlage zu profitieren. Der Gedanke dahinter ist, dass Aktien über viele Jahrzehnte gesehen die beste Rendite abwerfen. Eventuellen Verkaufen zwischendurch, geschweige denn Trading, ist nicht Teil dieser Investmentstrategie. Voraussetzung für den guten Erfolg der Buy-and-Hold-Strategie ist die richtige Auswahl der Aktien und ETFs, in die man über viele Jahrzehnte investiert ist.

Die Buy-and-Hold-Strategie ist eine spezielle Anlegerstrategie. Denn sie kann mit anderen Investmentstrategien, wie zum Beispiel dem Value Investing, der Dividenden-Strategie oder der Growth-Strategie gut kombiniert werden. Auch der Gedankenansatz ist prinzipiell für alle Anleger interessant und sollte nicht gänzlich abgetan werden.

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Welche Wertpapiere eignen sich für „Buy and Hold“?

Angesichts des langen Anlagehorizonts bei der Buy-and-Hold-Strategie ist es um so wichtiger, die Auswahl der Aktien und ETFs sorgfältig durchzuführen. Eine breite Streuung ist daher besonders wichtig. Eine gute Diversifikation senkt das langfristig Verlustrisiko und trägt maßgeblich zum Erfolg der Buy-and-Hold-Strategie. Breit gestreute Fonds, wie zum Beispiel ETFs eignen sich hervorragend für eine langfristige Geldanlage. Besonders beliebt ist dabei eine Kombination der beiden ETFs des MSCI World und MSCI World Emerging Markets. Aber auch ETFs auf einzelne Indizes, Länder und Branchen können sich für die langfristige Geldanlage eignen, sofern sie die nötige Zukunftschancen haben.

Ebenfalls gelten Immobilien als krisensichere Geldanlage. Je nach Projekt und Immobilie, können hier langfristig gute Renditen erzielt werden. Dabei ist es nicht unbedingt nötig, große Kapitalmengen aufzubringen um eine eigene Immobilie zu kaufen. Bereits mit kleinen Beträgen ab 2€ kann man zum Beispiel durch Crowdinvesting bei Exporo* oder Bergfürst* sein Geld in Immobilien anlegen und eine attraktive jährliche Rendite erzielen.

Bei Aktien ist die richtige Auswahl der Titel besonders wichtig. Hier muss sorgfältig recherchiert werden, dass das Unternehmen auch die nächsten 30 Jahre ein stabiles Geschäftsmodell hat. Viele Anleger schauen in dieser Hinsicht auf konservative Aktien, wie zum Beispiel aus dem Konsumgüterbereich oder Versorger. Allgemein eignen sich Burggraben-Aktien besonders gut für die Buy-and-Hold-Strategie. Burggraben-Aktien haben ein Alleinstellungsmerkmaleeine, der das Geschäftsmodell des Unternehmens gegen feindliche Übernahme von Konkurrenten schützt.

Welche Vorteile hat der Ansatz von „Buy and Hold“?

Der wohl nennenswerteste Vorteil der Buy-and-Hold-Strategie ist der geringe Zeitaufwand für die Anleger. Wie der Name es schon sagt, wird nur einmal Zeit investiert, und zwar beim Kauf der Aktien und Fonds. Es gibt kein aktives Management des eigenen Portfolios geschweige denn Trading-Aktivitäten. Das spart dem Anleger enorm viel Zeit, die man für andere Ding wie Hobbys und Familie verwenden kann.

Dadurch, dass keine Handelsaktivitäten nach kauf der Wertpapiere erfolgt, sind die Transaktionsgebühren sehr gering. Das macht die Buy-and-Hold-Strategie zu der günstigsten Anlagestrategie, die es gibt.  Die eingesparten Transaktionsgebühren lassen sich wiederum reinvestieren und so die Rendite langfristig steigern.

Ein weiterer Vorteil betrifft vor allem junge und unerfahrene Anleger. Gerade die Anleger haben oft ihr Emotionen an der Börse nicht im Griff. Das betrifft zum einen Boom-Phasen, in der Anfänger oft Kursen hinter rennen. Diese „Fear of missing out“ (FOMO) sorgt dafür, dass man in eine Blase hineinkauft, die kurz vorm Platzen ist. Diese Gier ist aber nur ein Problem. Das andere Problem der eigenen Emotionen ist die Angst. Die Angst sorgt dafür, dass viele unerfahrene Anleger während Krisenzeiten ihre Aktien oftmals im Tiefpunkt verkaufen und später teurer wieder zurückkaufen.

Durch die Buy-and-Hold-Strategie besteht das Risiko durch die eigenen Emotionen nicht. Das ist ein wesentlicher Vorteil für unerfahrene Anleger, die diesen Gedanken immer in Hinterkopf behalten sollten. Die Tatsache, dass an der Börse langfristig der größte Erfolg erzielt wird, spricht für diese Anlagestrategie.

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Welche Nachteile und Risiken gibt es bei „Buy and Hold“?

Auch die Buy-and-Hold-Strategie hat ein paar Nachteile, die erwähnt werden müssen. Da die Auswahl der Wertpapiere eher auf konservative Aktien und Fonds basiert, entgehen Anlegern der Buy-and-Hold-Strategie dadurch die Kursrendite von kurzfristigen Hypes, wie zum Beispiel bei Beyond Meat. Auch ist die Rendite oftmals geringer als bei anderen Investmentstrategien, wie zum Beispiel der Growth-Strategie.

Da man auch Aktien und Fonds nicht mit ins Grab nehmen kann, kommt der Moment wo man auch etwas von der Rendite haben möchte. Daher eignet sich die blinde Durchführung der Buy-and-Hold-Strategie am Ende des Anlagehorizonts nicht. Im schlimmsten Fall kommt es genau zu diesem Zeitpunkt zu einem Börsencrash, der die Rendite von vielen Jahren innerhalb kürzester Zeit vernichtet. Deshalb sollten besonders ältere Anleger von dieser Strategie etwas Abstand nehmen und doch vermehrt auf den Markt und dessen Entwicklungen schauen und gegebenenfalls reagieren. Ein Crash passiert schnell, aber die Erholung dauert viele Jahre. Ein Sprichwort sagt auch:

 „Stocks take the stairs aup and the elevator down!“

Wie gut funktioniert „Buy and Hold“?

Die Buy-and-Hold-Strategie ist hin und wieder in der Kritik. Die Frage, wie gut diese Strategie sich wirklich bezahlt macht, ist berechtigt. Für die Beantwortung dieser Frage hat die Fondsgesellschaft Fidelity International eine Studie durchgeführt. Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von 1999 bis Ende Mai 2016. Das Ergebnis dieser Studie bestätigt den Erfolg der Buy-and-Hold-Strategie. Wer in diesem Zeitraum die 10 besten Handelstage an der Börse verpasst hat und nicht investiert war, verspielte fast seine komplette Rendite. Die Studie von Fidelity International wurde durch eine weitere Studie der US-Fondsgesellschaft Vanguard bestätigt. Konstantes langfristiges Investieren schlägt aktives Portfolio-Management, vor allem wenn man kein Profi ist.

Schaut man sich den Langfristchart des Dow Jones an, so sieht man das der langfristige Trend der letzten Jahrzehnte klar nach oben geht. Börsen steigen also stetig. Das liegt daran, da auch der Fortschritt und die Produktivität stetig gesteigert wird.

dow jones langfristchart

Für wen ist „Buy and Hold“ (nicht) geeignet?

Prinzipiell ist der Gedanke, der hinter der Buy-and-Hold-Strategie steht, für jeden Anleger wichtig. Jedoch muss hier klar von einem sturen Buy-and-Hold unterschieden werden. Das klassische Buy-and-Hold ist besonders für junge Anleger uneingeschränkt geeignet. Der Anlagehorizont für eine klare Buy-and-Hold-Strategie sollte jedoch mindestens 15 Jahre sein, damit ein eventueller Crash wieder aufgeholt werden kann. Das Ziel der jungen Anleger sollte hier ganz klar die Altersvorsorge sein.

Weniger geeignet ist die Buy-and-Hold-Strategie für ältere Anleger und geringere Anlagehorizonte. Hier ist die Gefahr groß, dass ein unerwarteter Crash die Rendite der letzten Jahre und ein Großteil des Vermögens vernichtet. Deshalb ist hier aktives Management unumgänglich und wichtig. Eine Krise kann jeder Zeit kommen und kündigt sich meistens nur mit sehr geringem Verlauf an. Die Auswirkungen eines Crashs sieht man besonders beim Corona-Crash. Hier hat der Aktienmarkt innerhalb von 3 Wochen Kursgewinne der letzten 5 Jahre vernichtet.

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